Närrischer Freudenthal-Ausklang

Mit ihrem traditionellen Senatorenfrühschoppen am Karnevalsdienstag beendet die KG Freudenthal ihre Session. Ein dickes Lob gab es für den scheidenden Prinz Ingo Veltman.

Für Freudenthal-Präsident Jan Homann ist die nun abgelaufene Session „ziemlich sportlich“ gewesen. Beim Senatorenfrühschoppen am Karnevalsdienstag gestand er vor versammelter Narrenschar ein, bei der Planung der großen Gala, die von der Halle Münsterland erstmals in die Gievenbecker Ballsportarena verlegt werden musste, „ziemlich nervös“ gewesen zu sein.

Von Kritikern und Skeptikern auch aus den eigenen Reihen habe er sich aber nicht verunsichern lassen. Am Ende war die Traditionssitzung am neuen Ort ein voller Erfolg. „Das Publikum war begeistert, mit dem großartigen Freudenthal ­Team im Rücken hat alles funktioniert“, so Homann.

Insgesamt organisiert die zweitälteste Gesellschaft Deutschlands rund 20 Veranstaltungen im Jahr, viele davon außerhalb der tollen Tage. Und weil Karneval und Mitgliederbetreuung bei der KG Freudenthal nicht zwischen Aschermittwoch und dem Elften im Elften pausiert, ist Homann „um die positive Weiterentwicklung dieser wunderbaren KG“ nicht bange.

Ein dickes Dankeschön gab es auch für den scheidenden Prinzen Ingo Veltmann, der beim Frühschoppen zum Freudenthal-Ehrensenator ernannt wurde. Homann: „Ingo hatte das Herz am rechten Fleck, und das ist manchmal wichtiger, als viele Worte.“ Veltmann, dessen Stimme zum Ende der tollen Tage ziemlich angegriffen war, dankte für die Unterstützung aller Akteure. „Ohne Euch hätte ich das nicht geschafft“, so der Prinz, der sich heute beim traditionellen Aschermittwochskaffee als Narrenoberhaupt verabschiedet.

Für Freudenthal-Senatspräsident Lars Michler war Veltmann „ein echter Stimmungsmacher“. Prinzgardist Marcus Janotta ging noch einen Schritt weiter: „Ohne die großen Gesellschaften wie die KG Freudenthal wären der Karneval und auch die Aktivitäten der Prinzengarde in Münster gar nicht denkbar. Das Engagement aller ist einfach vorbildlich.“

Comedian Markus Krebs gefiel im Programm mit viel spontanem Wortsitz ebenso wie Bauchredner Klaus Rupprecht, der sich mit seinem Affen „Willi“ humorvolle Wortgefechte lieferte. Die „Wellenbrecher“ der Narrenzunft Aasee tanzten noch einmal „teuflisch gut“ vor, bevor „Ausbilder Schmidt“ militärisch-zackig zum jecken Sessions-Finale rief.

Ein Zug durch die Altstadt-Kneipen beendete am Abend die Fünfte Freudenthal-Jahreszeit, musikalisch unterstützt wurden die Karnevalisten von einer holländischen Stimmungsband.

Quelle:Westfälische Nachrichten, Helmut P. Etzkorn