Schlüsselübergabe-2018

Rosenmontag 2018 – Petrus auf Seite der Narren

Das Wetter, ein wichtiges Thema für alle Närrinnen und Narren am Hochtag des Karneval, dem Rosenmontag. Wenn in den Hochburgen die Züge durch die Straßen rollen, hat man es schließlich gerne trocken, so auch in Münster. In den letzten Tagen unbeständig, zeigte sich Petrus aber heute von der gnädigen Seite. Eisig kalt, aber sonnig!

So machten sich 111 Wagen, Fußgruppen und Spielmannszüge pünktlich um 12:11 Uhr vom Schlossplatz auf den Weg durch die Stadt, um tonnenweise Kamelle und Wurfmaterial unter die Münsteraner zu bringen, von denen knapp 110.000 die Zugstrecke säumten. Im Mittelpunkt der vielen Wagen standen natürlich erwartungsgemäß lokale Themen, wie der Neubau der JVA in Wolbeck, die Skulptur Projekte oder die Posse um den Neubau des Preußenstadions.

Für jede Menge Spaß sorgten natürlich auch wieder die vielen Karnevalisten aus den Niederlanden. Ein Rosenmontagszug ohne die farbenfrohen Motivwagen und gut gelaunten Musik- und Fußgruppen aus Losser ist mittlerweile fast nicht mehr denkbar. Auch Prinz Christian I. zeigte sich vom Rosenmontag und der gesamten Session begeistert:„Ich bedanke mich bei allen Närrinnen und Narren für diese tolle Session und freue mich, den Rosenmontag gemeinsam mit ihnen bei so tollem Wetter gefeiert zu haben!“.

Quelle: http://www.allesmuenster.de/rosenmontag-2018-petrus-auf-seite-der-narren/

Ein jecker Glanztag für Prinz Christian

Das Wetter spielte mit und die lokalen Wagenbauer haben zumindest einige Themen ziemlich kreativ umgesetzt: Der Rosenmontagszug in Münster erfüllt fast alle Erwartungen von Organisatoren und Zuschauern.

Für Bob Volmer, Chef der niederländischen „Gaffel Aöskes“, ist es eine Premiere: Erstmals darf der Boss aller niederländischen Wagenbauer, die mit ihren bunten Fantasie-Spaßmobilen seit Jahrzehnten den Umzug in Münster bereichern, selbst einmal hoch oben auf dem Kommandofahrzeug des Bürgerausschusses Münsters Straßenkarneval erleben und sich im wahrsten Sonne des Wortes einen Überblick über Westfalens größte Straßenkarneval-Sause verschaffen. Neben ihm stehen noch zwei Neue: Dr. Helge Nieswandt hat vor einigen Monaten die Regie im Bürgerausschuss übernommen, und Lothar Hitziger feiert als neuer Zugkommandant seine Rosenmontags-Premiere.

Gutes Wetter, gute Stimmung

Was fällt ihnen auf? Die berittenen Fanfaren aus Freckenhorst sind eine ge lungene „Startformation“ ganz vorn im Zug. Und schon am Schlossplatz, wo sich die ­Wagen aufstellen, sind die Besatzungen gut drauf. „Wetter spielt mit, Sonne und kalt. Was wollen wir mehr“, meint Henk Grootjans. Mit seinen „Martinikerlkes“ ist er um kurz nach 5 Uhr in ­Losser aufgebrochen. Und das Motto der Truppe „Feuer und Flamme für den Karneval“ passt.

Keine längeren Pausen

„Die Qualität ist besser als in den vergangenen Jahren“, so Hitziger. Die Narrenzunft Aasee steckt 80 Akteure in schmucke Kostüme und könnte so Motivation für ­andere Gesellschaften sein, mehr Fußgruppen in den Rosenmontagszug zu schicken. Der Zug selbst rollt recht zügig und ohne längere Zwangspausen, die Qualität des süßen Wurfmaterials scheint zu stimmen. Bis auf die Billiglutscher wird fast alles aufgehoben, auch erste Fanartikel für die Fußball-Weltmeisterschaften werden ins närrische Volk geworfen.

Prinz Christian strahlt mit der Sonne um die Wette. Als das Narrenoberhaupt mit seinem Prunkwagen auf die „Zielgerade“ am Prinzipalmarkt einbiegt, jubeln ihm die Massen zu. „So einen Tag vergisst man im ganzen Leben nicht“, meint Lange.

Die Zuschauer machen Party, und viele feiern beispielsweise auf dem Alten Steinweg abseits der Zug­strecke. Vielleicht auch, weil noch immer viele Wagen wenig kreativ gestaltet durch Münster rollen.

Quelle: Westfälische Nachrichten, Helmut P. Etzkorn

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