Senatorensitzung im Stadthotel

Medienberichte

Für Stadtprinz Robert I. war es einer der letzten Auftritte seiner Session und so konnte er die Senatorensitzung der KG Freudenthal in aller Ruhe genießen. Aber irgendwie stand er, obschon nur Gast, auch am Dienstag im Mittelpunkt des närrischen Treibens im Stadthotel.

KG-Präsident Bernhard Homann bedankte sich bei Robert I. mit „Kaiserwetter für den Prinzen“. Der Sessions-Regent glaubte beim Betreten den einen oder anderen im Publikum ausgemacht zu haben, „den ich vor wenigen Stunden noch mit leichtem Bodennebel gesehen habe“, bevor er zum Ehrensenator der KG Freudenthal ernannt wurde. Als Geschenk gab es unter anderem zwei Gummi-Bänder für die Prinzenmütze.
Auch das Stadt-Jugendprinzenpaar Isabel und Pascual bewies echte Ausdauer. Spät ins Bett gekommen, zeigten sowohl Isabel als Stimmungskanone und Pascual als gelungenes Horst Schlemmer-Imitat, „dass sie im Laufe der Session sich von Veranstaltung zu Veranstaltung ständig gesteigert haben“, sagte KG-Senator Jan Homann.

Feierlaune noch nicht vergangen

Und einmal richtig in Fahrt, zeigten die Freundenthaler, das ihnen noch lange nicht die Feierpuste ausgegangen ist. Denn Lieselotte Lotterlappen (Joachim Jung), 2010 als Künstler des Jahres in der Rubrik Comedy & Karneval vom Deutschen Künstlermagazin ausgezeichnet, gab von der ersten Sekunde an Vollgas: „Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick oder soll ich nochmal reinkommen?“

Bistumssprecher Karl Hagemann servierte die neusten Nachrichten mit einem gekonnten Streifzug durch die politische Landschaft. „Bei Joschka Fischer soll jetzt geprüft werden, ob sein Diplom als Steinewerfer echt ist und die Uni Münster errichtet jetzt eine Doktor-Titel-Klappe “.

Tanzende Schlossknacker

Das Tanzen auch etwas für Männer sein kann, bewiesen die Schlossknacker, ehe sie die Bühne für Bauchredner Fred van Halen und Puppe Aky räumten. Van Halen, Dauergast im Fernsehen, begeisterte die Karnevalisten. „Italien hat die Mafia, wir haben das Finanzamt“.Die Freudenthaler genossen den vorletzten Tag dieser Session in vollen Zügen, der mit einem abschließenden Kneipenbummel endete.

Quelle: Münstersche Zeitung, Christoph Ueberfeld

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Nun ja, die Stimme hatte ein bisschen gelitten. Aber ansonsten wirkte Prinz Robert I. (Erpenstein) erstaunlich fit, als er gestern Morgen beim traditionellen Senatorenfrühschoppen der KG Freudenthal im Stadthotel auftauchte.

Wohl mit Rücksicht auf diese Stimme fasste sich Robert Erpenstein denn auch ziemlich kurz. Er habe zwar eine längere Rede über „Sinn und Zweck von Senatorenfrühschoppen unter besonderer Berücksichtigung ihrer Auswirkungen auf das Bruttoinlandsprodukt“ vorbereitet, betonte der Prinz - entschied sich aber dann mit Zustimmung des Publikums („Wollt ihr die wirklich hören?“), nur eine Kurzfassung vorzutragen: „Prost.“

Mit der prinzlichen Stimme hatte sich zuvor schon Freudenthal-Senatspräsident Jan Homann beschäftigt. Prinz Robert habe ja im Gegensatz zu seinen Vorgängern kein Prinzenlied gesungen, so Homann, sondern er habe „mit Worten überzeugt“. Er habe es geschafft, dass die Menschen ihm zuhörten, und er habe ihnen bei jeder Veranstaltung etwas mit auf den Weg gegeben: „Das hat Münster beeindruckt.“ Und auch die KG Freudenthal: Sie ernannte den Prinzen ohne weitere Prüfung zum Ehrensenator.
 
Und weil dem Prinzen am Abend zuvor bei Stuhlmacher kurzfristig die Kopfbedeckung abhanden gekommen war, verpassten ihm die Freudenthaler zur Senatoren-Mütze zwei Gummibänder in den Gesellschaftsfarben: „Damit das nicht noch mal passiert.“ Ein Kinnriemen, feixte ein Prinzgardist, war wohl in der Kürze der Zeit nicht aufzutreiben . . .

Neben Robert Erpenstein war auch das Jugendprinzenpaar bei Freudenthal aufgelaufen. Und Jugendprinz Pascual I. Krimphoff gab noch einmal den „Horst Schlämmer“. Um eventuellen Diskussionen über den Inhalt der dabei „mitspielenden“ Schnapsgläser vorzubeugen, hatte die Jugendprinzengarde gleich ein Schild mitgebracht mit der Aufschrift „H²O“: Wasser.

Für Unterhaltung sorgten außerdem u.a. Büttrednerin Lieselotte („Och Gott, was hier für Antiquitäten aufgebaut sind.“), die tanzenden „Schlossknacker “ und Freudenthal-Senator Karl Hagemann, der in seiner „Tagesschau“ zu berichten wusste, dass nun auch Joschka Fischers „Steinewerfer-Diplom überprüft wird“. Und dass die Uni eine „Doktorklappe“ eingerichtet habe, um die Rückgabe von abgeschriebenen Arbeiten zu erleichtern.

Nicht bekannt ist, ob die Freudenthal-Korona bei dem Zug durch die Gemeinde, der sich traditionell an den Frühschoppen anschließet, auch noch einen Umweg zur Uni gemacht hat . . .

Quelle: Westfälische Nachrichten, Wolfgang Schemann

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