Medienberichte:

Die Golddisziplin der Karneval-Galas

MÜNSTER Über 600 Gäste kamen am Samstag zur Karnevals-Gala der KG Freudenthal in den Congress-Saal der Halle Münsterland.

Gäbe es eine Olympiade für Karneval-Galas, die KG Freudenthal könnte die Goldmedaille ihr Eigen nennen. In den Disziplinen Schautanz, Bütt und Gesang zauberte die älteste Gesellschaft Münsters am Samstagabend im Congress-Saal der Halle Münsterland ein hochkarätiges Programm auf die Bühne, das im münsterischen Karneval seinesgleichen sucht.

Die Traditionsgesellschaft schaffte es, mit einer Mischung aus westfälischen Schaueinlagen, schönen Sängerinnen und brillanten Schautanzgruppen das Gala-Niveau auf ein neues Level zu heben und über 600 Gäste schlichtweg zu begeistern.

Von anspruchsvoll bis sexy reichten die frischen Einlagen, die teilweise zum ersten Mal im münsterischen Karneval zu sehen waren. Die Gruppe „Germania Girls“ zauberte beide Kriterien auf die Bretter. Als hübsche Bayern-Mädels in engen Dirndln lieferten die 16 zuckersüßen Tänzerinnen zu alpiner Musik, Tiroler Tönen und Partykrachern einen energiereichen Auftritt mit Po-Wackeln, Hüftschwüngen und Schuhplattlern.

Mit einer ganz anderen Art Tanz imponierte die Gruppe „Magic Unity“. Als Teufel stapelten sich die in zerrissenen Strumpfhosen böse wirkenden Mädels zu meterhohen akrobatischen Figuren und feuerten die Stimmung im Saal einmal mehr an. Temperamentvoll und mit heißen Tanzeinlagen entflammten die teuflischen Mädchen ihr Publikum.

Nur Marcus Janotta konnte da mithalten. Mit Rosen für die Damen durchschritt der Prinz den Saal und nahm die Gäste mit seiner lockeren und frischen Art für sich ein. Der Auftritt des Narren-Oberhauptes war ein so brisantes musikalisches Ereignis, dass die Gäste eine Zugabe nach der Zugabe forderten. Mitgerissen von so viel Ausgelassenheit erklomm selbst Prinzvater „Moses“ Janotta einen Stuhl und schmetterte zusammen mit seinem Sohn Karnevalshits.

Von väterlichen Pflichten berichtete höchst amüsant Büttenredner Horst Fyrguth. „Mach die Tür zu, ich hab‘ Pubertät“, so „Deutschlands ältester Nachwuchs-Comedian“ und verriet spitz und anstößig Schmanckerl aus seinem Leben. Applaus sicherte sich der Elferrat mit humorvollen Einlagen als Marsmännchen und Sonnengötter. In hautengen Kostümen tanzten die stattlichen Kerle zu „Fred vom Jupiter“ und „Sternenhimmel“.


Quelle: Westfälisch Nachrichten, Jennifer von Glahn

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KG Freudenthal schießt Elferrat ins All

hMÜNSTER Die Nummer eins im münsterschen Karneval schafft es wieder, eine der besten Galasitzungen der Session zu präsentieren: Nach fünf Stunden Karnevalsvergnügen pur am Samstagabend in der Halle Münsterland bestätigt sich einmal mehr das ziemlich selbstbewusste Motto der Traditionsgesellschaft: "Erste Wahl, Freudenthal!"

Die Mischung aus eigenen Gewächsen wie dem astronomisch angehauchten Elferrat unterwegs im jecken Kosmos und Künstlern, die bislang noch nie auf närrischen Bühnen in Münster aufgetreten sind, gefällt den knapp 600 Ballgästen und ist wohl auch das Erfolgsrezept der Macher um Präsident Bernard Homann.

Den Grundpfeiler zum heutigen Erfolg der Gesellschaft hat sein Vorgänger gelegt: Thomas Straßburg, Jubelpräsident im 175. Freudenthal-Jahr, Ex-Prinz und engagierter Querdenker, hat den Verein zurück an die Tabellenspitze in der münsterschen Narretei gebracht.

Der älteste Nachwuchskünstler Deutschlands

Am Abend wird er unter Standing Ovations zum Freudenthal-Ehrenpräsidenten ernannt. „Prinzident Straßburg hat neue Sponsoren erreicht, die erfolgreichen Arbeitstagungen eingeführt und dem Sessionsheft ein modernes Outfit verliehen“, würdigt Homann die Leistungen des Event-Managers.

Der Lobrede folgt ein Bühnenprogramm, das gleich zum Auftakt Lust auf mehr macht. In Jeans und Pulli kommt Horst Fryguth eher unscheinbar ins Scheinwerferlicht und stellt sich als „ältester Nachwuchskünstler Deutschlands“ vor.

Er erzählt, wie er als Waldorfschüler seinen Namen tanzen musste, wegen einer Olivenholzallergie zumindest anfangs vom Blockflötenunterricht befreit war und warum er als dünner Mensch dummerweise im Körper eines Dicken leben muss. Der NightWash-Comedian aus Köln verdeutlicht, warum er trotz Trennkost und Scheidungskind-Status zu einem „guten Horst“ reifte.

Schmucke Mädels

Alpenglamour vom Niederrhein präsentieren die Germania-Girls, 16 Tänzerinnen als Kleve-Materborn verzaubern mit ihrem neuen Showtanz nicht nur die FC Bayern-Fans im Saal, die zeitgleich zum Auftritt der schmucken Mädels auf ihren Smartphones ein eher ernüchterndes 1:1 ihrer Kicker in Hamburg ablesen können.

Der Freudenthal-Elferrat ist unterwegs in den unendlichen Weiten des Weltraums, ausgestattet mit Phantasie-Kostümen und choreografiert von Marie-Charlotte Dehne ist der Spezialauftritt für viele ein Highlight des Abends. Genauso wie der Siegeszug von Prinz Marcus, der herzerfrischend fröhlich agiert und längst als bestes Narrenoberhaupt seit langem gilt.

Huusmeister hat es schwer

Die Huusmeister vom Bundesdaach sind mit ihrer ordentlichen Bütt-Politparodie etwas spät dran und können sich gegen das Gemurmel im Saal kaum noch durchsetzen. Laut genug dagegen singt wenig später der Chef des Garde Corps Grün Weiß Köln, allerdings scheint er gerade im spätsessionalen Stimmbruch zu sein.

Teuflisch gut schließlich die Magic Unity Tanzgruppe und mit den singenden Red Cats setzt ein Gesangstrio der Extraklasse einen Schlusspunkt unter eine Gala, die bravourös von Senatspräsident Jan Homann zum Erfolg moderiert wird.


Quelle: Münstersche Zeitung, Helmut Etzkorn

 

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