Senatorenfrühschoppen

Die KG Freudenthal feierte bei ihrem Senatsfrühschoppen am Veilchendienstag zum Abschluss der Session ihren Prinzen Bernard Homann, bei der närrischen Sitzung begeisterte der amerikanische Komiker John Doyle.

Bernard Homann schwärmt noch einmal von seiner Rathaus-Erstürmung am Sonntag, wobei er die Betonung auf die „Stürmung“ legt, die am Montag dann trotz amtlicher Vorhersage ausblieb und auch ihm den jecken Rosenmontags-Höhepunkt verdarb. Trotzdem kein prinzlicher Blick zurück im Zorn auf unzuverlässige Wetterknallfrösche: „Ich schaue ausnahmslos mit einem lachenden Auge auf die vergangenen Wochen im Karneval, es war eine tolle Zeit und ein Riesendank geht an meine Adjutanten“, meint Homann am Veilchendienstag beim Senatsfrühschoppen seiner KG Freudenthal im Stadthotel. Mit Ex-Präsident Thomas Straßburg und Präsident Jan Homann stellte die Traditionsgesellschaft in der kurz-knackigen Session „ein Dreigestirn, wie es Münster noch nie erlebt hat“, so Senatschef Lars Michler.

Nicht alle der 300 Termine, die auf dem Plan der Garde standen, waren leicht abzuhaken. Altenheime, Begegnungsstätten für behinderte Menschen und manchmal Säle, wo viele Stühle leer waren und die Stimmung mau blieb. „Das alles konnte Bernard und seine gute Laune nicht bremsen“, so Jan Homann. Als kleine Erinnerung gibt es ein Bild vom närrischen Trio und die Ernennung zum Freudenthal-Ehrensenatoren. Noch einmal rockt Homann mit seinen Liedern den Saal, unterstützt wird er wie so häufig an der Gitarre von Dieter Kemmerling. Und schließlich gibt es auch noch die „Fastel­ovend“-Zugabe. Freudenthal ist erste Wahl, auch wenn es um den professionell-authentisch agierenden Prinzen geht.

Im Programm ein Newcomer: Der amerikanische Komiker John Doyle beleuchtet aus seiner Sicht die kleinen und großen Schwächen der Deutschen. „Du musst hier eine Krankheit haben und laut drüber klagen, erst dann wirst du in der Gesellschaft ernst genommen.“ Intelligenter Wortwitz über 20 Minuten, bei deutschen Comedians nicht immer selbstverständlich. Auch Markus Krebs kommt mit seinen Kalauern gut an, schließlich die „Schlossknacker“ mit ihrem furiosen Zorro-Männerballett. Und nach der unüberhörbaren holländischen Blaskapelle ist Entertainer Bernd Stelter einmal mehr der Edel-Finalist in einer gelungenen Abschiedsshow.

Quelle: Westfälische Nachrichten, Helmut P. Etzkorn

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