Rosenmontag-2020

Rosenmontagszug mit fröhlichen Holländern und strahlendem Prinz Karneval

An diesem grauen Rosenmontag strahlten die bunten Motivwagen der münsteraner Jecken umso mehr. Und insbesondere die närrischen Gäste aus den Niederlanden sorgten für glänzende Stimmung.
Schon vor dem Start steppt der Bär bei den holländischen Gruppen auf dem Schlossplatz, wo sich die Wagen aufstellen. Mit ihren großformatigen Motivwagen bringen sie an einem grauen Rosenmontag nicht nur viel Farbe, sondern auch gute Laune in Münsters Umzug.
Während man bei der Stadtwache noch knapp fünf Tonnen Schokolade, Gummibärchen und süße Weihnachtsmänner in die Schubfächer der beiden Wagen verstaut, tanzen die Fußgruppen aus Losser bereits um ihre startklaren Wagen und singen Lieder von den „Räubern“.

Kreative Wagen - aber kaum lokale Themen

Thema Nummer eins bei den nicht allzu reichlich vorhandenen Mottowagen ist die Plastikmüll-Verseuchung der Meere. Die Niederländer schicken einen dicken Fisch, vollgestopft mit leeren Einwegflaschen, auf die rund 4,5 Kilometer lange Strecke durch Münster. Beim Gefährt des „Donnerstagsstammtisches“ sind traurige Meeresbewohner aufgepinselt, dazu der Spruch „Tintenfisch, Krake, Hummer. Plastik macht uns allen Kummer!“

Wetterbedingt weniger Jecken unterwegs

Weil seit zwei Jahren auf Zwangspausen während der Fahrt verzichtet wird, erreicht die Spitze schon nach knapp zwei Stunden den Prinzipalmarkt. Lediglich im letzten Drittel gibt es schon früh größere Lücken. Nicht schön für die Zuschauer, die allerdings wegen des nasskalten Wetters ohnehin nicht allzu üppig auf den Kamelle-Segen von oben warten. Selbst auf dem „Paradestück“ Prinzipalmarkt, wo normalerweise am Rosenmontag zwischen den Giebelhäusern kein Stehplatz mehr zu ergattern ist, gibt es diesmal deutliche Lücken.
Immer beliebter wird dagegen die familienfreundliche Zone an der Engelenschanze. Eltern mit Kindern fühlen sich hier offenbar wohl ohne Rauch und Alkohol. „Einfach entspannter für uns alle, darum kommen wir wieder nach Münster zum Zug“, meint Bernd Kleibeck aus Senden, der mit Frau Eva und vier kleinen „Dinosauriern“ auf dem Rasen steht..

Quelle: Westfälische Nachrichten, Helmut P. Etzkorn

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