Senatorenfrühschoppen-2020

Laut und bunt bis zum Finale

Die KG Freudenthal verabschiedete sich für diese Session von den Karnevalisten mit einem jecken Veilchendienstags-Frühschoppen.
Besonders alt sieht er im Gegensatz zum Jugendprinzenpaar beim Sessions-Finale nicht aus: Prinz Thorsten Brendel rockt am Veilchendienstag beim Freudenthal-Senatorenfrühschoppen ohne krächzende Stimme noch einmal den Saal, und 263 Narren sind begeistert. Sein Fazit zum Abschied: „Eine tolle Zeit, viele neue Freunde gewonnen. Münsters Karneval ist laut und bunt. Das ist für uns als Stadtgesellschaft so aktuell wie noch nie.“
Mit seinen Freudenthal-Adjutanten Christian Lange, Frank Hoffmann und An­dreas Koch habe Brendel „Traditionen gepflegt und das Moderne gefördert“, meint Senatspräsident Lars Michler. Und dafür gibt es traditionell die Senatorenwürde bei der zweitältesten Karnevalsgesellschaft Deutschlands für den amtierenden Prinzen. Mit ihm stehen bei der Ehrung bezeichnenderweise die Jüngsten aus der KG auf der Bühne: Das Freudenthaler Tanzcorps entzückt seit dem Elften im Elften nicht in den eigenen Reihen, sondern ist auch ein erfolgreiches Beispiel für gute Jugendarbeit in einer renommierten Gesellschaft. Und Freudenthal-Kinderprinz Joshua Paals überreicht seinen kleinen Orden an den großen Prinzen. Dafür bekommt der Siebenjährige von Brendel ein paar „Laufbahntipps“. Prinz Thorsten: „Ich bin auch mal als Kinderprinz in Amelsbüren angefangen, dann Stadtjugendprinz geworden, und jetzt stehe ich hier. Das kannst du auch schaffen.“
Originell präsentiert sich das Stadtjugendprinzenpaar Jost Middendorf und Lara Köttendrop bei seinem letzten Auftritt. Das Nachwuchsduo tritt als „Opa und Oma“ reichlich gealtert auf und begrüßt Prinz Thorsten „mit seinem Pflegepersonal“. Jost Middendorf: „Wir haben uns mit dem Bürgerausschuss auf eine gute Rente geeinigt und können jetzt endlich in den verdienten Ruhestand gehen.“ In der anstrengenden Session seien ihm „graue Haare gewachsen“. Middendorf: „Ich habe jetzt Pflegestufe elf verdient.“
Ganz so „alt“ ist das närrische Doppel dann doch nicht – und singt noch einmal ein Lied mit der vereinten Jeckenschar. Zum Abschluss gibt es ein dickes Lob für die ebenfalls in den Ruhestand tretende Hof­dame der Jugendprinzengarde, Dagmar Dietrich. „Sie hat den Jugendkarneval in Münster erst stark gemacht“, so der einhellige Tenor in der Garde.

Quelle: Westfälische Nachrichten, Helmut P. Etzkorn

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